Da Walter Friedemann gewußt hat, daß Dora ihn betrog, ist offenbar, warum er sie nach der turbulenten Party umbrachte. Viele Leute ken-nen ihn als bedenkenlos oder gar brutal. Wie aber paßt zu dieser Wesensart, daß er sich in der glei-chen Nacht erhängt? Solche Fragen dürften zwar Oberkommissär Schell-baum nicht hindern, den Fall abzu-schließen, doch auch ein paar kleine sachliche Indizien machen ihn stut-zig. Und als Friedemanns letzter Besucher, ein bankrotter Bauunter-nehmer, Hals über Kopf nach Ita-lien flüchtet, wendet Schellbaum alle Kraft an die Untersuchung. Ganz unvermutete Einzelheiten aus Friedemanns Vergangenheit kom-men zutage. Eine recht komische Figur der Wiener Unterwelt mischt nützliche Hinweise mit viel Schwin-delei, und was schließlich die dicke Barbesitzerin Nina angeht, so zieht sie offenbar an verborgenen Fäden. Fast sieht es aus, als wäre Friede-mann gar kein Mörder, sondern ein Opfer, und vor allem Karin, seine Nichte, besteht fest auf dieser An-sicht.